Manchmal merke ich erst im Nachhinein, wie müde ich war.Nicht dramatisch. Nicht verzweifelt. Einfach wintermüde.Und dann steht er plötzlich da.Ohne Vorwarnung. Ohne Pathos.Ein heller Morgen. Ein anderer Geruch in der Luft.Ein Augenblick, in dem wieder Licht und Luft ins Herz kommen.Diese kleine Miniatur ist in so einem Moment entstanden.Aus diesem Gefühl heraus, dass die Natur ein Gespür hat für Timing.Dass …
Frankfurt wird besonders
Beim Konzert mit Verbunden am 15. Mai 2026 im Neuen Theater Höchst stehe ich nicht allein auf der Bühne. Und das freut mich sehr!Mit dabei sind zwei Menschen, die ich nicht nur künstlerisch sehr schätze, sondern die mir auch menschlich ans Herz gewachsen sind: Sven Garrecht – Liedermacher mit klugem Witz, feinem Gespür für Sprache und Musik und dieser besonderen …
Miniaturen-Mittwoch: „Zweifle“
Heute eine Miniatur aus„Hamlet, Prinz von Dänemark“ von William Shakespeare –in der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel.Was ich an diesen Zeilen so besonders finde:Hier spricht keiner, der selbst im Zweifel versinkt.Im Gegenteil.Er gibt dem Gegenüber die Freiheit, alles anzuzweifeln –die Sonne, die Sterne, sogar die Wahrheit.Aber nicht seine Liebe.Das ist kein Flehen.Kein Drama.Es ist ein ruhiger, selbstverständlicher Satz:Zweifle, wenn du …
Miniaturen-Mittwoch: „Ein Fichtenbaum steht einsam“
Es gibt Texte, die sind kaum acht Zeilen lang – und doch öffnen sie eine ganze Welt.Heinrich Heine erzählt von zwei Bäumen.Einer steht im Norden, eingeschneit, schlafend.Der andere im Morgenland, auf brennender Felsenwand.Beide: einsam.Beide: sehnsuchtsvoll.Beide: getrennt durch Klima, Kontinent, Wirklichkeit.Und doch träumt der eine vom anderen. Was mich an diesem Gedicht so berührt:Es ist kein lautes Liebesgedicht. Kein Pathos. Keine …
Miniaturen-Mittwoch: „Über Glück“
Glück kommt selten mit Pauken und Trompeten.Oft steht es einfach da, still und unaufgeregt,und wartet darauf, dass wir es annehmen.Wilhelm Buschs Gedicht „Über Glück“ ist von einer wohltuenden Nüchternheit:Dankbarkeit statt Grübeln, Annehmen statt Zaudern.Und dann dieser leise, fast zärtliche Wunsch am Ende –dass das, worum wir uns wirklich bemühen, gelingen möge.Diese Mittwochs-Miniatur versteht Glück nicht als Zufallstreffer,sondern als etwas, das …
Antonia und ich stehen wieder gemeinsam auf der Bühne
Manche Freundschaften und künstlerischen Kooperationen begleiten einen über Jahrzehnte – und machen immer wieder glücklich. Dazu gehört meine Zusammenarbeit mit Antonia Bill. Während ihres Studiums an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch durfte ich sie in Chanson-Interpretation unterrichten. 2011 erarbeiteten wir gemeinsam ein Programm für den Bundeswettbewerb Gesang, bei dem ich sie auch begleiten durfte – sie gewann dort den …
Miniaturen-Mittwoch: „Frühe“
Noch liegt die Welt schwer im Schlaf. Der Nebel hält die Dinge fest, als wollten sie bleiben, wie sie sind. Und doch beginnt etwas zu ahnen, dass Bewegung möglich ist. Joseph von Eichendorffs Gedicht „Frühe“ erzählt genau von diesem Moment: vom Zögern des Morgens, vom Schweigen vor dem ersten Licht – und von der einen Stimme, die sich trotzdem erhebt. …
Miniaturen-Mittwoch: „Verschärft“
Nach Wochen mit den ganz großen Themen – Einsamkeit, Winterkälte und Neubeginn –heute mal wieder etwas aus dem Alltag, mit Worten von Hans Heilner.Existenzialismus auf Augenhöhe.Nicht minder schmerzhaft als Liebeskummer.Nur etwas kürzer.Und: Man muss für so etwas nicht völlig verpeilt sein.Aber es hilft ungemein. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer …
Vorfreude auf meine Konzerte mit „Verbunden“
In den letzten Jahren habe ich auf der Bühne so viele wunderbare Momente mit euch erleben dürfen!Nähe, Vertrauen, gemeinsames Lachen – und diese besondere Stille, die nur entsteht, wenn alle gemeinsam in der Musik und den Geschichten versinken.Ab Mitte April gebe ich fünf Konzerte mit meinem neuen Programm „Verbunden“.Dieses Video ist ein kleiner Vorgeschmack darauf.Ich freu mich, wenn wir uns …
Miniaturen-Mittwoch: „Licht nach Morgen“
Manchmal ist Trost kein Wort, sondern ein Mensch.Jemand, der in der dunklen Stunde bleibt, das Herz bewacht und nichts fordert.Ein Blick, ein Dasein, ein leises Licht.„Licht nach Morgen“ von Hans Heilner erzählt genau davon:von Nähe, die Wunden nicht überdeckt, sondern sie langsam heil werden lässt.Von Kerzenschein-Momenten, die das Gestern erträglicher machenund dem Morgen schon ein wenig Raum geben.In der Vertonung …
